Luise Renner (* 25. Juni 1872 in Güssing, Königreich Ungarn, als Luise Stoisits; † 30. Juni 1963 in Wien) war die Ehefrau des sozialdemokratischen österreichischen Politikers Karl Renner, der von 1945 bis zu seinem Tod am 31. Dezember 1950 Bundespräsident der Republik Österreich war. Luise Renner war Mitbegründerin und erste Präsidentin der Volkshilfe Österreich, nach ihr wurde der Österreichische Pflege- und Betreuungspreis benannt.

Luise Renner stammte aus der Stadt Güssing im äußersten Westen des damaligen Königreichs Ungarn, der seit 1921 als Teil des Burgenlandes zu Österreich gehört. Ihre deutschsprachige Familie lebte in einfachen Verhältnissen. Ihre Mutter, geborene Oswald, war die Tochter des Bauern und Gastwirts Oswald aus dem Nachbarort St. Nikolaus. Ihre Mutter hatte in jungen Jahren einen Militärangehörigen kroatischer Herkunft mit Namen Stoisits geheiratet. Dieser diente als Berufssoldat und starb 1879. Luise Stoisits hatte fünf Geschwister, drei Brüder und zwei Schwestern.

Luise Renner wurde an der Seite ihres Ehemannes in der Präsidentengruft auf dem Wiener Zentralfriedhof bestattet.

Volkshilfe: Luise Renner war Mitbegründerin der Volkshilfe Österreich. Diese wurde am 21. März 1947 als parteiunabhängige und gemeinnützige Wohlfahrtsvereinigung in Wien gegründet. Luise Renner wurde zu deren erster Präsidentin gewählt. Nach ihr wurde im Jahr 2014 die Luise, der Österreichische Pflege- und Betreuungspreis, benannt. Die Statuette, die den Preisträgern und Preisträgerinnen verliehen wird, wurde von Manfred Wakolbinger gestaltet.

Text: Wikipedia.