Samuel Steinherz (* 16. Dezember 1857 in Güssing; † 16. Dezember 1942 im Ghetto Theresienstadt) war ein jüdischer Historiker und Hochschullehrer in Prag.

Steinherz entstammte einer kleinbürgerlichen jüdischen Familie und wuchs in Wien und Graz auf. An der Universität Graz studierte er Germanistik und Geschichte. 1881 in Graz zum Dr. phil. promoviert, arbeitete er am Wiener Institut für Österreichische Geschichtsforschung. Es erteilte ihm die Lehrbefugnis für österreichische Geschichte (1894) und Mediävistik (1898). Spezialisiert auf die Diplomatie des Heiligen Stuhls, widmete er sich im Auftrag von Theodor von Sickel in Rom den geöffneten Archiven des Vatikans. Mit den Bearbeitungen und den urkundenkritischen Untersuchungen zur österreichischen Geschichte gewann er die Wertschätzung der altösterreichischen Historiker.

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