Die Raab (ungarisch Rába, slowenisch Raba, lateinisch Arrabo) ist ein rechtsufriger Zufluss zur Donau mit einer Gesamtlänge von 250 km.

Der antike Name der Raab war Arrabo, was "die Braune" bedeutet.

Geografie: Die Raab entspringt in der Steiermark in Österreich, fließt an Sárvár vorbei und mündet im ungarischen Győr in die Mosoni Duna (Moson-Donau oder Kleine Donau), einen rechtsseitigen Seitenarm der Donau.

Der Raabursprung befindet sich am Fuße des Ossers in der Gemeinde Hohenau an der Raab (Teichalm). Zwischen Arzberg (Passail) und Oberdorf fließt die Raab durch die Raabklamm, die längste Klamm Österreichs. Zu ihren Nebenflüssen zählen der Weizbach, die Lafnitz, die Pinka, die Güns und die Marcal. Größere österreichische Orte an der Raab sind Hohenau an der Raab, Passail, Sankt Ruprecht, Gleisdorf, Feldbach, Fehring, Hohenbrugg und Jennersdorf. In Ungarn liegen die Städte Szentgotthárd und Sárvár an der Raab.

Stromerzeugung: In der Steiermark wird die Raab in zahlreichen Kleinwasserkraftwerken zur Stromerzeugung genutzt. Im Burgenland befindet sich nur ein Kleinkraftwerk.

Tourismus: Im Burgenland und in Ungarn werden Kanu- oder Schlauchbootfahrten auf der Raab angeboten.

"Schäumende Raab": Die verstärkte Schaumbildung auf der Raab, die vor allem auf die Einleitung von chemisch gereinigten Abwässern zweier Lederfabriken in der Steiermark und im Burgenland sowie auf die Geothermie Fürstenfeld zurückgeführt wird, sorgt immer wieder für Streitigkeiten zwischen Österreich und Ungarn. Im Mai 2007 war in den Medien erneut Aufregung aus Ungarn über die schäumende Raab zu bemerken. Greenpeace hatte Grenzwertüberschreitungen u. a. bei Tensiden, Eisen und Phosphat festgestellt, dennoch blieben österreichische Behörden lange Zeit untätig, mit dem Hinweis darauf, dass Grenzwerte eingehalten würden oder dass andere Behörden zuständig seien.

Nachdem die ungarische Umweltorganisation Pronas Anfang Juni 2007 zum Boykott von österreichischem Bier – mit der Anmerkung, dass dies genau so schäumt wie die Raab – und wenig später zum Boykott österreichischer Produkte generell aufriefen und weitere Protestaktionen ankündigten, bekam die Angelegenheit wieder mehr mediale Aufmerksamkeit und schließlich drohten ungarische Politiker damit, Österreich bei der EU wegen der grenzüberschreitenden Umweltverschmutzung zu verklagen.

Der österreichische Umweltminister Josef Pröll und sein ungarischer Amtskollege Gabor Fodor trafen sich am 26. Juni 2007 und unterzeichneten ein Aktionsprogramm, wonach Österreich die Umweltauflagen für Gerbereien verschärfen, neue Grenzwerte für u. a. Chlorid festlegen und intensivere Kontrollen durchführen werde.

Im Oktober 2010 wurde die Raab nach dem Kolontár-Dammbruch über den Zubringerfluss Marcal mit ätzendem Rotschlamm verunreinigt.

Zuflüsse im Burgenland (bzw. in Ungarn) sind unter anderem:
Birnbach - linker Zubringer zur Raab (noch in der Steiermark)
Rainbach - linker Zubringer zur Raab (an der Grenze zur Steiermark)
Schwabenbach - rechter Zubringer zur Raab, bei Welten
Gritschbach - rechter Zubringer zur Raab, bei Gritsch
Doiberbach (Doiberbergbach) - rechter Zubringer zur Raab, bei Doiber
Drosenbach - rechter Zubringer zur Raab, bei St. Martin an der Raab
Lahngraben - linker Zubringer zur Raab
Kirchengreutbach - rechter Zubringer zur Raab
Grieselbach - linker Zubringer zur Raab bei Neumarkt an der Raab
Bacherl - rechter Zubringer zum Altarm Raab
Münzgrabenbach - rechter Zubringer zur Raab bei Neumarkt an der Raab
Bach ? nicht Gatterbach! - rechter Zubringer zur Raab bei Neumarkt an der Raab
Reitschulbach - rechter Zubringer zur Raab bei Neumarkt an der Raab
Raxbach - linker Zubringer zur Raab, zwischen Jennersdorf und Rax
Hotterbach - linker Zubringer zur Raab in Weichselbaum
Bach von Raabäcker - rechter Zubringer zur Raab (Davon liegen Teile auf ungarischem Gebiet)
Schusterbach - linker Zubringer zur Raab in Weichselbaum (Einmündung bereits in Ungarn)
Saubach - linker Zubringer zur Raab (Davon liegen Teile auf ungarischem Gebiet)
Szölöki-patak (Bacherl) - rechter Zubringer zur Raab (Davon liegen Teile auf ungarischem Gebiet)
Szakonyfalui-patak - rechter Zubringer zur Raab (Raba), die gesamte Fläche liegt auf ungarischem Gebiet
Bach von Mogersdorf - linker Zubringer zur Raab (Raba), davon liegen Teile auf ungarischem Gebiet

Reinersdorfer Bach (ung.: Vörös-patak) - linker Zubringer in Ungarn zur Raab (Raba)

Die Raab bei Neumarkt an der Raab:
Neumarkt an der Raab, RaabNeumarkt an der Raab, RaabNeumarkt an der Raab, RaabNeumarkt an der Raab, RaabNeumarkt an der Raab, RaabNeumarkt an der Raab, Raab, Haimzeichen 1997